Lange Autofahrten spielend gestalten

Lange Autofahrten spielend gestalten

Steht bei dir bald eine längere Autofahrt mit deinen Kindern vor der Tür? Denkst du dabei auch an nervenaufreibende Stunden, in denen du deine Kinder beschäftigen und vom Streiten abhalten musst? Keine Sorge, denn vielen Eltern geht es genauso! Immerhin können lange Autofahrten für die meisten Kinder langatmig sein und wenn sie nicht sehr müde sind und einfach einschlafen, können sie dich während der Fahrt ganz schön auf Trab halten. Um dir eine möglichst angenehme Reise zu ermöglichen, haben wir hier ein paar sehr amüsante Spiele für dich, mit denen sich deine Kinder die Zeit vertreiben können. Aber Achtung, Lachanfälle sind vorprogrammiert!

Ich packe meinen Koffer…

Dieses lustige Spiel kennen vermutlich viele von euch. Jeder Satz beginnt mit „Ich packe meinen Koffer…“ Der Reihe nach packt dann jeder etwas Neues in den Koffer. Davor müssen jedoch alle Gegenstände, die bereits von den anderen Mitspielerinnen und Mitspielern in den Koffer gepackt wurden, in der richtigen Reihenfolge aufgezählt werden. Wer den Schwierigkeitsgrad erhöhen möchte, kann zwischendurch auch Sachen aus dem Koffer auspacken. Wer das beste Gedächtnis hat, der gewinnt.

Wer bin ich?

Dieses lustige Spiel ist bei Kindern sehr beliebt. Jemand überlegt sich eine Person, diese kann real sein, eine Zeichentrickfigur oder aber auch ein Familienmitglied. Nun müssen alle anderen Fragen stellen, um die Identität der gesuchten Person herauszufinden. Es dürfen aber nur Fragen verwendet werden, die man mit ja oder nein beantworten kann. Erklärungen sind nicht erlaubt! Wer die gesuchte Person errät, der gewinnt und darf sich als nächstes eine Identität ausdenken.

Wortspiele

Ein Klassiker für lange Autofahrten sind Wortspiele. Eine Möglichkeit ist es, dass sich jemand ein zweisilbiges Wort ausdenkt, wie zum Beispiel „Autobahn“. Ist der nächste an der Reihe muss er dann ein Wort finden, das mit der letzten Silbe beginnt. Das zweite Wort könnte dann also „Bahnsteig“ lauten. Darauf könnte „Steigbügel“ und darauf dann „Bügeleisen“ folgen und so weiter. Eine andere Variante ist es, ein neues Wort mit dem letzten Buchstaben des vorigen Wortes zu bilden. Lautet das erste Wort etwa „Elefant“, muss die nächste Person ein Wort mit dem Buchstaben „T“ finden, zum Beispiel „Tiger“. Wie du siehst, kann man Wortspiele sehr abwechslungsreich gestalten und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Geschichten erzählen

Bei diesem Spiel entstehen oft die absurdesten Geschichten. Die Regeln sind einfach und Ziel ist es, eine Geschichte zu erzählen oder einen Satz zu bilden. Klingt doch gar nicht so schwierig, oder? Falsch gedacht! Denn jedes Kind darf nur einen Satz oder ein Wort sagen, dann ist der Sitznachbar oder die Sitznachbarin dran. Hat man einen Block und Stifte dabei, kann man die Geschichte auch aufschreiben, so dass der Nächste nicht weiß, was bereits geschrieben wurde. Hier erstellt man zuvor eine Tabelle mit den Überschriften Name, Zeitwort, Wiewort und Ort. Es können dann Sätze wie Onkel Hans sitzt schreiend auf dem Baum entstehen. Der Erste schreibt ein Wort und knickt dann das Blatt so um, dass das Geschriebene nicht zu sehen ist. Das Blatt wird dann weiter gereicht, bis der Satz zu Ende ist. Da es bei Autofahrten ratsam ist den Blick nach vorne zu richten, um Übelkeit zu vermeiden, eignet sich dieses Spiel gut für Pausen oder Staus. Für die Fahrt ist die mündliche Variante mit der Geschichte besser geeignet.

Ich sehe was, was du nicht siehst…

Das ist eines der einfachsten Ratespiele und man braucht auch nichts dazu, außer die eigenen Augen. Das Kind sucht sich einen Gegenstand im Auto oder auch außerhalb, wobei man darauf achten muss, dass dieser auch länger sichtbar sein muss, wie zum Beispiel der Innenraum des Fahrzeugs, oder entfernte Gebäude oder Landschaften. Ein vorbeifahrendes Auto oder ein Haus können zum Beispiel nicht gewählt werden, da sie nicht lange genug im Blickfeld sind. Hat man etwas gefunden folgt der Satz „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist…“ und nennt die Farbe des Gegenstandes. Nun darf der Reihe nach geraten werden. Wer den Gegenstand zuerst errät, darf sich den nächsten aussuchen.

Das A bis Z-Spiel

Dieses Spiel ist sehr einfach, macht aber trotzdem viel Spaß. Zuerst müssen die Mitspieler ein Thema festlegen, zum Beispiel Tiere, Länder oder Zeichentrickfiguren. Dann geht`s los: Der erste Spieler nennt ein Wort mit „A“ zur passenden Kategorie, also beispielsweise „Affe“ in der Kategorie „Tiere“ oder „Australien“ in der Kategorie „Länder“. Der Nächste muss dann ein Wort mit „B“ finden, beispielsweise „Biene“ oder „Belgien“. So geht es weiter bis zum Buchstaben „Z“. Wem kein Wort zu einem Buchstaben einfällt, der scheidet aus. Wer zuletzt übrig bleibt, gewinnt.

Du merkst also, eine Autofahrt muss nicht unbedingt langweilig sein. Mit ein bisschen Einfallsreichtum kann sogar eine lange Reise wie im Flug vergehen. Und noch bevor die Kinder mit dem Spielen fertig sind und zu quengeln beginnen können, seid ihr schon am Ziel angekommen. Vergnügte Reise!

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